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"My name is Sue, how do you do?"


Das einzige autorisierte Interview
mit dem geheimnisvollen Country-DJ Sue


Wie kommen Sie als Mann zu dem
Mädchennamen Sue?


Mein Vater gab mir den Namen, um mich
abzuhärten. Das hat mich unempfindlich
für jede Form von Spott und Kritik
gemacht.


Warum legen Sie Country-Schallplatten
in einer Punkrock-Kneipe auf?


Wenn ich das zu Hause mache, kriege ich
nur Ärger mit meiner Frau.

Wie reagiert das Publikum auf Ihre Musik?

Die meisten sind viel zu betrunken, um
überhaupt zu reagieren.

Wann hat Ihre Begeisterung für Country
angefangen?

1983. Johnny Cash trat bei "Wetten dass?"
auf. Er wurde von zwei Männern auf
die Bühne getragen, hat sich zweieinhalb
quälend lange Minuten mit geschlossenen
Augen am Mikrofonständer festgehalten und
unglaublich viel geschwitzt, bis das
Playback endlich vorbei war und er wieder
zurück in die Dekoration geschleift wurde.
Ich habe erst nicht verstanden, was ich
da gesehen hatte. Aber mein Vater, der
normalerweise nur an Weihnachten weint,
hatte Tränen in den Augen. Da wusste ich:
Cash ist ein großer Mann und wahre Gefühle
gibt es nur in der Country-Musik. Und an
Weihnachten natürlich.

Was sagen Sie zu dem jüngsten Streit zwischen
George Bush, den Dixie Chicks und Merle
Haggard?

Haggard hat Recht. Er hat immer Recht. Die
Chicks sind aber auch nicht übel.

Für viele Menschen ist Country-Musik der
Inbegriff amerikanischer Spießigkeit.

Viele Menschen glauben auch, dass im
Musikantenstadl deutsche Volksmusik läuft.

Warum tragen Sie eigentlich keinen Cowboyhut?

Das stört nur beim Knutschen.

Vielen Dank für das Interview, DJ Sue.